Linz, bleib so wie du bist!

Tomi/ Mai 30, 2018

Wusstet ihr, dass Linz um das Jahr 1900 nur die neuntgrößte Stadt in der damaligen österreichischen Reichshälfte der Österreich-Ungarischen Monarchie war? Heute kaum vorstellbar, ist sie nach Wien und Graz die drittgrößte Stadt unserer Republik.

Die Stadt an der Donau hat ihre Ursprünge am Linzer Freinberg, die den keltlischen Namen „Lentos“ trug, was frei übersetzt biegsam oder gekrümmt bedeutet. Diese Eigenschaft wird die auch Stahlstadt genannte Stadt im Laufe ihrer Geschichte noch öfters brauchen. Falls ihr euch näher über die Geschichte von Linz informieren wollt, findet ihr unter folgendem Link eine kurze Zusammenfassung und viele weiterführende Links dazu.

Die Rundfunkanstalt Hitradio Ö3 befragte ihre Hörer im Jahr 2004, welche Landeshauptstadt die lebenswerteste ist. Mit 26% aller Stimmen wurde Linz auf Platz 1 gewählt. Zugegeben, solche Befragungen sind nie repräsentativ. Dennoch schlug diese Meldung in der Linzer Politik hohe Wellen. Es sei eine Bestätigung für die Arbeit der vergangenen Jahre, dennoch müsse aber noch viel getan werden.

Für mich ist Linz liebens- und lebenswert. Sie bietet alle Vorzüge einer großen Stadt, ist dennoch klein und fein. Man fühlt sich manchmal wie in einem Dorf. Verstärkt wird das ganze, wenn man von Aussichtsplattformen wie dem Pöstlingberg, dem Freinberg oder dem Pfenningberg auf die Stadt herunterblickt. Auch wenn man weit in die Ferne sieht, so kennt man (fast) jede Ecke der Stadt. Ich könnte mir nie vorstellen in einer anderen Stadt zu leben.

Das soll jedoch absolut kein Lobgesang an die Stadt werden. Die Stadt, die Politik ja auch deren Bewohner haben ihre Fehler. Man denke dabei nur an das Hick Hack bei Bauprojekten zwischen der Politik und den Bewohnern, welche den Fortschritt der Stadt bremsen. Ein weiterer Punkt ist der Egoismus mancher Volksvertreter unbedingt ihre Ideen und Projekte umzusetzen, obwohl diese mit den jetzigen Lösungen nicht kompatibel sind. Würde man zusammen statt gegeneinander arbeiten, sich selber nicht immer in den Vordergrund stellen oder eigene Denkmäler setzen wollen, so würde die Stadt schon viel weiter sein.

Linz hat in den letzten fünfzig Jahren eine beeindruckende Wandlung durchlebt. Von der klassischen Industriestadt zur modernen Forschungs-, Kultur- und Kreativstadt. Die Stadt an der Donau bietet ihren Einwohnern eine große Auswahl an attraktiven Freizeit- und Kulturmöglichkeiten.
Anzusetzen ist jedoch vor allem bei der Infrastruktur. Sei es der Ausbau der Radwege, der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel und das Entwickeln und anschließende Umsetzen eines Verkehrskonzeptes in und rund um die Stadt.

In den nächsten Jahren ist tatsächlich noch viel zu tun. Jedoch müssen alle Linzer an einem Strang ziehen, damit Linz das bleibt was es ist oder sogar noch lebenswerter wird!

Hinterlasse eine Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*