Und täglich grüßt der Esel!

Tomi/ Dezember 20, 2017

Vielleicht hat der eine oder andere aufmerksame Leser unseres Blogs mitbekommen, dass wir in letzter Zeit Beiträge über Möbel verfasst haben. Auch habt ihr wohlmöglich über unsere SocialMedia-Kanäle (abonnieren lohnt sich) mitbekommen, dass wir in Möbelhäusern oder auf Möbelmessen unterwegs waren.
Das hat einen ganz einfachen Grund. Wir ziehen zusammen und zwar in eine neue Wohnung.

Wohin?

Da wir beide schon seit vielen Jahren in Linz leben, wollten wir auch, dass unsere Bleibe in Linz ist. Diese Stadt ist für uns groß genug, um alles Wichtige zu haben, doch klein genug um nicht den Flair einer Großstadt zu haben, also quasi praktisch und kuschelig.
Doch wie in allen Städten, so sind auch in Linz die Wohnungspreise nach oben geschossen, weshalb wir lange nach einer passenden Wohnung gesucht haben. Sie sollte zentral liegen, doch trotzdem nicht nahe stark befahrener Straßen liegen und möglichst eine grüne Oase in der Nähe haben. Nach langer Suche und doch einigen Enttäuschungen, bekamen wir die Möglichkeit für eine Wohnung im Stadtteil Pichling. Die Siedlung ist umgeben von Privathäusern, wodurch auch kein reges Treiben auf den Straßen herrscht, der Pichlingersee befindet sich quasi nebenan und trotzdem ist eine gute Infrastruktur vorhanden. Nach meinem Gefühl handelt es sich um eine eierlegende Wollmilchsau. Meine Freude könnte kaum größer sein.

Wie soll sie denn sein?

Doch eine gute Lage ist nicht alles, die Wohnung muss einem ja gefallen. In letzter Zeit habe ich viele Pläne gesehen, viele (Raum-)Aufteilungen und viele bestehende Einrichtungen. Das alles sowohl auf Papier wie auch in real. Bei keiner hat es jedoch wirklich „klick“ gemacht. Zugegeben, die perfekte Wohnung ist die, welche man sich selber baut. Doch bei dieser Wohnung hatte ich – gleich nachdem ich den Grundriss gesehen habe – ein ganz besonderes Gefühl. Zwar hatte und habe ich beim Grundriss ein paar Dinge auszusetzen, dennoch war da dieses Gefühl das mir sagte „Diese ist es!“.

Der erste Eindruck zählt…

Trotzdem war es nicht leicht diese große und wichtige Entscheidung in unserem Leben zu fällen. Die erste Besichtigung der Baustelle war höchst interessant. Denn bis auf zwei großer Schilder mit Bildern der fertigen Bauten war das Grundstück brach. Wie soll hier in nur 12 Monaten ein komplettes Wohnhaus entstehen? Der zweite Besuch – der nach unserer Entscheidung, dass wir uns für diese Wohnung anmelden fiel – war auch etwas ganz besonderes.
Wenn man in der Stadt aus dem Auto aussteigt, erwartet man etwas bestimmtes nicht, nämlich die Landluft. Es stank nach Bauernhof. Mein erster Gedanke war gleich der, dass ein Abflussrohr kaputtgegangen sein müsste. Mein zweiter Gedanke schöpfte Verdacht, dass der stillgelegte Bauernhof in der Nähe doch nicht stillgelegt wurde. Dieser befindet sich auf der anderen Straßenseite. Jedoch habe ich den Grund nicht herausgefunden. Meine Unsicherheit aber stieg an.

Und täglich grüßt der Esel!

Beim nächsten Besuch stiegen wir abermals aus dem Auto aus und ich war beruhigt nichts zu riechen. Als wir jedoch am Bauernhof vorbeigingen waren dort zwei Esel. Ich verband die unangenehmen Gerüche beim letzten Besuch natürlich gleich mit diesen Tieren. Meine Freundin jedoch zeigte sich sehr begeistert und stürmte auf die andere Straßenseite zu ihnen herüber. Sie freute sich, quiekte wie ein Kind und streichelte sie. Ich jedoch blieb mit Respektabstand vor ihnen stehen. Klar musste ich lächeln, weil es mir gefiel, dass Sarah ihre Freude dabei hatte. Es wurde auch das ein oder andere Foto geschossen. Dennoch war ich verunsichert, erwartete ich doch regelmäßig üblen Gestank und ein lautes „IA-IA-IA“, was mich regelmäßig in der Früh wecken wird. Zwar bin ich mir hier noch immer nicht sicher, vermute jedoch, dass der Gestank von damals von wo anders kommt und ich die Geräusche der Tiere aufgrund der Reichweite ohnehin nicht hören werden. Was bleibt ist die pure Freude über die Wohnung.
Es vergeht kein Tag an dem ich nicht mit einem Lächeln im Gesicht an die Wohnung denke, an dem ich nicht den Drang verspüre zur Baustelle zu fahren. Sehen zu dürfen, wie das Gebäude langsam wächst, lässt die Verbundenheit zur Wohnung noch größer werden.

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