Voller Energie

Sarah/ März 21, 2018

Es zieht, es rumort und es dauert – meine Magen-Darm Grippe. Draußen scheint die Sonne, doch ich liege im Bett, winde mich und versuche eine Position zu finden, die möglichst wenig schmerzhaft für meinen Bauch ist. Also krank bin ich äußerst ungern und ich bin auch nicht gerade die Geduldigste.

Donnerstag: „Endlich“ sind die Schmerzen weg und ich geh wieder in die Arbeit! Voller Motivation starte ich in den Tag, beeile mich in der Früh, immerhin warten viele Mails und Projekte auf mich. Durch die blöde Grippe habe ich drei wertvolle Tage verloren. In der Arbeit angekommen bereue ich es, die Stufen und nicht den Lift genommen zu haben. So fit bin ich wohl doch noch nicht. Oder die drei Tage Bettruhe und Schonkost haben mich doch etwas geschwächt. Meine Kollegin fragt mich vorsichtig, ob ich mich nicht setzen wolle, da ich ziemlich blass sei. Tja, von null auf hundert ist halt keine so gute Idee…

Mit der Konzentration auf das volle Postfach vergesse ich meine körperlichen Beschwerden zum Glück. Gegen zehn Uhr kommt eine weitere Kollegin in mein Büro und erkundigt sich, ob ich denn wieder gesund sei. Kurz in mich hineingehört stelle ich fest, dass ich mich tatsächlich fit fühle und die „Startschwierigkeiten“ des Morgens vergessen sind.

Wie schön, mir geht’s gut – das kann mich echt sehr freuen! Den Rest des Tages genieße ich richtig, es ist toll nicht alleine mit Schmerzen zuhause zu liegen, sondern unter den Kollegen zu sein und bei den Projekten voranzukommen. Zwei meiner Mitarbeiter zaubern mir sogar ein Lächeln aufs Gesicht als sie unabhängig voneinander meinen, sich sehr zu freuen, dass ich wieder da bin.

Nach der Arbeit trete ich raus in die Sonne – der Winter ist echt Geschichte! 🙂 Mit einem tiefen Atemzug kommt mir der Gedanke, noch spontan meine Uroma zu besuchen. Auch die freut sich über meine Anwesenheit und ich plaudere munter drauf los und erzähl ihr dies und das aus meinem Alltag.

Das hätte eigentlich als Highlight meines Tages durchgehen können, wäre da nicht noch das wundervolle Erlebnis nach dem Abendessen gewesen: Mama hatte Krapfen gekauft und die lachten mich an. Ich schnappte mir einen und biss herzhaft hinein… Was soll ich sagen, er war sooo lecker! Nach drei Tagen Suppe und Tee waren Zucker und Marmelade eine hoher Genuss 🙂

Das Leben ist so schön – wenn man gesund ist! Etwas Gutes hat das Kranksein allerdings: Man schätzt die zauberhaften Kleinigkeiten im Alltag wieder mehr…

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